Workshop „Ehrenamt – Engagement – Freiwilligenarbeit“

Zukunft der Vereine

Ehrenamtsseminar in Rösebeck

Rösebeck. Auf Initiative der Dorfwerkstatt Rösebeck  fand in den Rosbacher Stuben ein Seminar mit dem Titel „Gesellschaft verändert sich – was bedeutet das für Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement und Freiwilligenarbeit? statt. Angeboten wurde die Veranstaltung von der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) in Kooperation mit der BUND Jugend NRW. Als Fachmoderator konnte Frank Gerhold von „Freiwillig in Kassel e.V.“ gewonnen werden.

Andrea Donth (NUA), Gisela Lamkowsky (NUA) und Jan Breuer (BUNDjugend) eröffneten die Veranstaltung mit einer Vorstellungsrunde und gaben einen kurzen Einstieg ins Thema. Die Teilnehmer kamen aus den unterschiedlichsten Vereinen, Organisationen und Verbänden. Im fachlichen Vortrag von Frank Gerhold wurden nicht nur statistische Fakten und Entwicklungen genannt, es ging auch um Themen wie: Engagement alt und neu, Vereinskultur und -vitalität, Gewinnung von Freiwilligen, neue Herausforderungen und hat Ehrenamt noch Zukunft?

Nach dem Input tauschten sich die Teilnehmer an drei Thementischen aus. Behandelt wurden Fragen wie: Wie kann die Gewinnung, Betreuung und Bindung von Aktiven in der ehrenamtlichen Arbeit gelingen? Welche Unterstützung und welche Kultur brauchen Ehrenamt, Engagement bzw. Freiwilligenarbeit, um Impulse für eine nachhaltige Entwicklung in der Gesellschaft zu geben? Wo liegen Schwierigkeiten? Was zeichnet gute Beispiele aus? Wie können Verwaltung, Haupt- und Ehrenamt gut zusammen arbeiten? Vor Beginn des Seminars wurden die Teilnehmer gebeten ein Poster zu ihrer Arbeit und ihrem Engagement zu erstellen und im Workshop vorzustellen. Gezeigt wurden gute Beispiele von gelungener und vielfältiger Vereinsarbeit. Bemängelt wurden aber auch der mangelnde Nachwuchs, das geringe Interesse und die Ämterhäufung.  In der Diskussion wurden Lösungsansätze genannt: auf den gesellschaftlichen Wandel muss reagiert werden; traditionelle Strukturen kommen unter Druck, sie müssen überprüft und angepasst werden; Ehrenamt durch konkrete Ziele und zeitlich beschränkte Projekt ermöglichen; die Freiwilligen und vor allem die Jugendlichen auf Augenhöhe einbinden, wertschätzen und beteiligen; Kooperationspartner suchen und den Verein oder die Organisation durch attraktive Projekte und Veranstaltungen offen und interessant machen.

Die Orgelstadt Borgentreich hat den Kostenbeitrag der Teilnehmenden übernommen, hierfür möchten sich die Organisatoren und Teilnehmer recht herzlich bedanken.

Alle waren sich einig, Ehrenamt ist eine bedeutende Säule der Gesellschaft. Ehrenamt und Freiwilligenarbeit in Vereinen, Organisationen und Verbänden hat sehr wohl eine Zukunft.

 


Bildunterschrift: v.l. Andrea Donth (NUA), Jan Breuer (BUNDjugend), Frank Gerhold (Freiwillig in Kassel e.V.), Gisela Lamkowsky (NUA),